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Kirchengemeinde St. Nikolaus, Himmelsberg

Der Ort Himmelsberg wurde um 1250 erstmals erwähnt, ebenso eine Kirche im Ort. Damals war Himmelsberg wohl eine eigenständige Pfarrei, obwohl der Ort sehr klein war.


Zeitweilig war Himmelsberg nach der Reformation also um 1520 / 1530 herum evangelisch, erst mit dem Augsburger Religionsfrieden 1555 galt der Grundsatz "Cuius regio, eius religio" = "Wessen das Land, dessen die Religion". Damit musste Himmelsberg, da es zum Kurfürstentum Mainz gehörte, wieder katholisch werden.


1689 verlor Himmelsberg seine pfarramt- liche Selbständigkeit und wurde, wie bereits schon Sindersfeld und Stausebach, Filiale der Kirche in Anzefahr, dort der Sitz des Pfarrers bis heute (2005).


Das Kirchengebäude wird 1684 als eine dem hl. Nikolaus geweihte Kapelle bezeichnet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1870) wurde die heutige Kirche im neugotischen Stil errichtet, wohl auf dem selben Platz, an dem die alte Kapelle stand.
Die Kirchenfenster zeigen in der Mitte Christus, links, den hl. Wendelinus und rechts, den hl. Bonifatius.


Wendelinus war ein fränkischer Einsiedler, der im heutigen Saarland lebte und im St. Wendel bestattet ist. Er wird mit einer Hirtenkeule, einem Lamm oder einem Pilgerstab dargestellt und ist der Patron der Landwirte.
Bonifatius, bürgerlicher Name Winfried, Benediktinermönch aus England, Apostel der Deutschen, Päpstlicher Legat, Martyrium 5.6.754 in Dokkum, wird meistens mit Buch und Dolch dargestellt, Gedenktag is der 5. Juni.
Im Kirchenschiff haben wir zwei Figuren, das ist links die hl. Elisabeth, ungarische Königstochter, Landgräfin von Thüringen. Nach dem Tod ihres Mannes, des Landgrafen Ludwig, lebte sie in Marburg und ist am 17. November 1231 dort gestorben. Ihr Gedenktag ist der 19. November. Sie wird meistens als Fürstin dargestellt mit Rosen in einem Korb oder Mantel.


Rechts finden wir die Statue des Kirchenpatrons, des hl. Nikolaus, er war Bischof von Myra in Kleinasien, ist um 350 gestorben und wird in vielen Legenden als "großer Wundertäter" gefeiert. Er wird meistens dargestellt mit zwei oder drei goldenen Kugeln, aber auch mit einem Anker, einem Schiff, einem Knaben und ähnlichem. Sein Gedenktag ist der 6. Dezember.


An der rückwärtigen Wand finden wir den hl. Judas Thaddäus, Apostel Jesu Christi, Bruder des Apostels Simon. Gedenktag beider ist der 28. Oktober. Die Figur wurde vor einigen Jahren der Kirche gestiftet.
Vor der Kirche die im Volksmund 1.000-jährige Linde.
Gegenüber steht der ehemalige Altar aus der Kirche.
(zusammengestellt von Pfr. Ulrich Wittek, Pfarrer von Anzefahr von 1981 - 2005)

 
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