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Mardorf

Das Bischofsgrab von Prof. Dr. Dr. Eduard Schick

Bischof Schick mit Papst

Der aus Mardorf stammende, ehemalige Bischof Schick (* 1906 - 2000) liegt auf eigenen Wunsch in seiner Tauf- und Primizkirche begraben. Ein in den Bodenbelag eingelassenes Kreuz kennzeichnet seine Ruhestätte. Eine Ausstellung im Foyer der neuen Sakristei zeigt Messgewänder, Mitren, sein Bischofsstab und Stücke aus seinem Privatbesitz.


Gedenket seinem Gebet:
Heilige Elisabeth, lehr uns lieben, lehr uns dienen, immer Christi Armut sehen.
Lehr uns leben, Liebe geben, opfernd Deine Wege gehen.
Mach für fremdes Leid unsere Herzen weit.

 
 

Die Vita des Bischofs Prof. Dr. Dr. Eduard Schick

Bischof Schick wurde am 23. Februar 1906 in Mardorf geboren. Nach seiner Gymnasialzeit und seinen philosophisch-theologischen Studien wurde er am 22. Dezember 1928 in Fulda zum Priester geweiht. Nach vierjähriger Tätigkeit als Kaplan in Hattenhof und Kassel legte er 1934 an der Universität Bonn das philologische Staatsexamen ab und war als Referendar und Assessor in Kassel tätig. 1936 wurde er von den nationalsozialistischen Machthabern aus dem staatlichen Schuldienst entfernt. Nach einem weiteren Jahr als Kaplan in Kassel wirkte er bis zu deren Schließung durch das NS-Regime 1938 als Leiter der Bischöflichen Rektoratsschule in Großauheim. Danach setzte er seine theologischen Studien an der Universität Würzburg fort und schloss sie mit der Promotion ab. 1939 wurde er zum Regens des Fuldaer Priesterseminars ernannt, das er während der Kriegs- und Nachkriegsjahre bis 1950 leitete. 1947 wurde Eduard Schick zum Professor für Neutestamentliche Exegese an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Fulda berufen und bekleidete von 1960 - bis 1962 das Amt des Rektors.1957 wurde er zum Domkapitular ernannt. Am 14. April 1962 zum Titularbischof von Aradi (Nordafrika) und Weihbischof von Fulda erwählt, empfing er am 11. Mai die Bischofsweihe. Bischof Eduard Schick nahm an allen Sitzungsperioden des Zweiten Vatikanischen Konzils teil und hat hier mit seinem fundierten biblischen Wissen mehrfach das Wort ergriffen. Als Konzilsteilnehmer und vor allem auch als Präsident für die Neo-Vulgata sowie als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift hat er ein Stück Kirchengeschichte mitgeschrieben. Nach dem Tod von Bischof Bolte bis zu seiner Einführung als Bischof von Fulda am 12. Januar 1975 leitete er als Kapitularvikar das Bistum. In der Sorge für das Priesterseminar und Hochschule sah er seine wichtigsten Aufgaben. Frucht vielfältiger Bemühungen war die wachsende Zahl von Priesteramtskandidaten sowie 1978 die Erhebung der Hochschule zur Theologischen Fakultät Fulda. Am 1. Juli 1982 nahm Papst Johannes Paul II. das Rücktrittsgesuch von Bischof Schick an, der als Administrator das Bistum noch bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers am 04.September 1983 leitete. In seinen zahlreichen Schriften hat Bischof Prof. Dr. Dr. Schick sich als ausgezeichneter Kenner der biblischen Botschaft erwiesen. Getreu seinem Wahlspruch "Veritatis victoria caritas" hat er deutlich gemacht, dass letztlich die Liebe alleiniger Beweis für die Echtheit und Reife des Glaubens ist. Die Heilige seiner Heimat, die Elisabeth von Thüringen, die Zweitpatronin des Bistums Fulda, war ihm dafür Zeugin und Bestätigung. Die Sorge um die Verkündigung des Gotteswortes hat ihn bis zuletzt nicht losgelassen. Seine Grundhaltung war jedoch stets von christlichem Optimismus geprägt, einer unerschütterlichen Zuversicht aus lebendigem Glauben, die weiterzugeben ihm sein ganzes Priesterleben Verpflichtung war.

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