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Mardorf

Der Wehrturm

Wehrturm

Zentrum der dörflichen Wehranlage Mardorfs bildete bis zum 14. Jhd. der Kirchhof, der als innerer Befestigungsring die Kirche mir Ihrem mächtigen Wehrturm umgab. In erster Linie als geweihte Begräbnisstätte konzipiert, wurde er im Rahmen der Befestigungsmaßnahmen des 14. bis 16. Jahrhunderts zur dörflichen Verteidigungsanlage ausgebaut und diente den Dorfbewohnern als letzte Zufluchtsstätte im Falle eines Angriffs. Das Turmuntergeschoss diente der als sakraler Ort und war Treffpunkt für die Gemeinde. Mit seinen Ausmaßen und seinem wuchtigen Aussehen gibt er auch heute noch einen bruchstückhaften Eindruck vom wehrhaften Charakter der ehemaligen Befestigungsanlage Mardorfs.
Die Wandmalereien zur Verehrung der Hl. Elisabeth im Untergeschoss des Wehrturms sind ältesten bekannten Darstellungen der Hl. Elisabeth und daher von großer Bedeutung. Schon 1933 von dem Giessener Kunsthistoriker Dr. Meyer-Barkhausen wiederentdeckt sind sie in den Jahren 2002 - 2004 umfangreich restauriert worden. Zum Schutz der Wertvollen Wandmalerein wurde die Nutzung des ehemaligen Chorraumes als Sakristei ausgeschlossen. In Umwandlung zu Andachtsraum und Taufkapelle wurde er wieder in seine ursprüngliche Funktion zurückgeführt. Die Wandmalereien sind in der Zeit um 1270 zu datieren. Zu sehen sind: die Hl. Elisabeth bei der Austeilung von Brot an die Hungrigen, der gastlichen Aufnahme von Bettlern, bei der Fußwaschung eines Kranken und bei der Pflege von Bedürftigen. Im Weiteren sind Szenen aus den Geschichten des Hl. Cyracus, des Hl. Nikolaus und des Hl. Christopherus dargestellt und Darstellungen des Hl. Martin der den Mantel teilt.


Quelle: Kirchenführer der Pfarrkirche St. Hubertus zu Mardorf Sie haben Interesse an mehr Informationen? Der Kirchenführer ist über die Kirchengemeinde zu beziehen.

 
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