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Kolpingfamilie Anzefahr

Die Kolpingfamilie Anzefahr im Wandel der Zeit

Vor nunmehr 50 Jahren, am 29.11.1949 hatten etliche Männer und Jungmänner nach einer öffentlichen Bekanntmachung ihren Weg in die Gastwirtschaft "Pfeffer" gefunden, wo ihnen die beiden Referenten, Bezirks- und Bezirksaltsenior Herr Kewald aus Allendorf (dem heutigen "Stadt Allendorf") und Herr Lehrer Lambert aus Sindersfeld einiges über Adolf Kolping und sein Werk erzählten.
Nach den Ausführungen trugen sich 19 Jungmänner und Männer in der Mitgliederliste ein und bildeten so die Kolpingfamilie Anzefahr, zu deren kommissarischem Vorsitz H. Bauerbach II bestimmt worden war.
In ihren wöchentlichen Versammlungen legten sie auch fest, in welcher Höhe der Mitgliedsbeitrag zu entrichten sei und ab wann er gezahlt werden solle. So beschloss man am 17.12.1949, einen Monatsbeitrag von 50 Pfennigen ab Dezember des gleichen Jahres zu erheben, wobei Jugendliche freiwillig ihr Scherflein beitragen könnten, nicht aber zur Zahlung verpflichtet seien.
Nach und nach komplettierte sich der Vorstand zunächst mit dem Kassierer Konrad Weil und dem Schriftführer Willibald Bechthold. Am 17.01.1950 war der Interims-Vorstand vollständig besetzt mit:
Präses: Pater Harald Leibold
Senior: Heinrich Bauerbach II
Kassenführer: Konrad Weil
Schriftführer: Willibald Bechthold
Beratende Mitglieder: Heinrich Bromm, Heinrich Schold

Schon bei der Vorstandssitzung vom 08.01.1950 hatte man die Kriterien festgelegt, an denen die Vereinsaktivitäten auszurichten seien.
Die geschaffenen Richtlinien sahen vor:
1. monatlich einen Religions -Vortrag
2. monatlich eine Vereinsversammlung
3. monatlich einen handwerklichen- oder wissenschaftlichen Vortrag
abzuhalten, wobei die spezielle Ausgestaltung von Fall zu Fall festzulegen sei.

Am 29.04.1950 veranstaltete die Kolpingfamilie ihre erste Generalversammlung, und löste den Interims-Vorstand durch einen ordentlichen ab.

In einer Weihefeier, gestaltet durch Präses Pater Harald Leibold gründete sich am 14.Mai 1950 offiziell die Kolpingfamilie Anzefahr.

In den Fürbitten sprach der Präses die Worte: "Wohlan denn Mutter Maria Maienkönigin!
So nimm diese Kolpingsöhne dieser jungen Kolpingfamilie unter deinen Schutzmantel, damit sie zum Segen werden für das Dorf, zum Heil für unser Land und zum Glück unseres Volkes.

Maria unsere Schutzherrin, führe uns im Geiste Adolph Kolpings."

Um die Aktivitäten dieses denkwürdigen Tages denjenigen in Erinnerung zu bringen, die nicht zu den Gründungsmitgliedern zählen, soll an dieser Stelle der Wortlaut des Gründungsprotokolls wiedergegeben werden.

Gründung der KF Anzefahr

Protokoll

Am heutigen Sonntag wurde die Kolpingfamilie Anzefahr offiziell gegründet. Mit einer kirchlichen Weihefeier begann der Tag. Die Bannerabordnungen von 11 benachbarten Kolpingfamilien waren auf unsere Einladung hin gekommen. Herr Pater Harald von zwei Geistlichen begleitet zelebrierte eine feierliche Messe. Das Banner der K.F. Anzefahr wurde eingeweiht. Herr P. Harald hielt die Festpredigt.
Um 11°° Uhr überreichte Bez.Präses und Präses der K.F. Anzefahr Pater Harald den K.- Söhnen von Anzefahr die K.- Nadel und das Mitgliederbuch.

Um 15°°Uhr begann mit einem großen Festzug, der von der K.- Kapelle Amöneburg begleitet wurde der weltliche Teil des Festes, der mit Tanz - bis Mitternacht - endete.
gez. Willibald Bechthold
(Schriftführer)

Aus der Geschichte

Im Laufe der 50-jährigen Geschichte, hat die Kolpingfamilie bewiesen, dass trotz aller Höhen und Tiefen, die einmal gegebenen Richtlinien nie aus den Augen verloren wurden. Sicherlich war die Messlatte mit wöchentlichen Versammlungen und mehreren Vorträgen pro Monat etwas zu hoch gelegt, doch die Anzahl der Veranstaltungen im Vereinskalender ist auch heute beachtlich.

Zwar gab es nach der Euphorie der ersten Jahre auch Zeiten, wo das Vereinsgeschehen in etwas ruhigeren Bahnen verlief, doch jedem Tief folgte bald ein neues Hoch.

Stiftungsfeste setzten oft die Meilensteine, von denen die Schubkraft für neue Aktivitäten ausging.
Erstmals im großen Rahmen beging die Kolpingfamilie ihr 25-jähriges Stiftungsfest; eine wirklich gelungene Feier, bei der sich die Kolpingfamilie Anzefahr vielen Menschen unseres Kreises, also weit über die Grenzen unseres Ortes hinaus, mit einer breiten Veranstaltungspalette vorstellen konnte. Dieses Fest hat seine Innenwirkung bei den Kolpingmitgliedern nicht verfehlt. Es hat ihnen bewusst gemacht, wie richtig ihr Veranstaltungsmotto: "Der Mensch ist wichtiger als die Sache" war. Es zeigte auch, dass die Kolpingfamilie keine in sich geschlossene Gesellschaft ist, dass das gesellige Beisammensein nicht den letzen Platz unter ihren Aktivitäten belegt, und das der Verein ein integraler Bestandteil dörflichen Vereinslebens ist.
Es folgten etliche Stiftungsfeste im 5-Jahres-Abstand. Sie waren immer wieder Höhepunkte des Vereinsjahrs, bei denen sich die Gelegenheit bot, die Kolpingfamilie einem grösseren Publikum zu präsentieren.
Ein großes Jubiläum feierte die Kolpingfamilie Anzefahr an Pfingsten 2000. Diesmal galt das Motto: "Wer Mut zeigt, macht Mut". Schon im Vorfeld hatte die Kolpingfamilie zwei Bildstöcke renovieren lassen und eine Tombola organisiert, deren Erlös in Höhe von 3000,- DM an Pater Hartmann nach Brasilien überwiesen wurde. Am Sonntag bewegte sich ein großer Festzug durch das Dorf. Die Begleitmusik lieferten an allen Tagen die "Original D`Lechtaler Musikanten".

Skizzierung wichtiger Vereinsaktivitäten

Den Alltag des Vereinslebens gestaltet sich nicht ganz so spektakulär, wie die herausgehobenen Stiftungsfeste, doch prägten ihn nicht weniger interessante Unternehmungen:
Um das Werk Adolph Kolpings den eigenen Vereinsmitgliedern bekannt zu machen, wurden seit Gründung des Vereins viele Vorträge über Adolph Kolping und sein Wirken gehalten; um das Darge-stellte zu vertiefen, nahmen etliche Mitglieder an Wallfahrten zu den Wirkungsstätten Adolph Kolpings teil, besuchten andere Kolpingfamilien oder kehrten in Kolpinghäusern ein. Das Gemeinschaftserlebnis in einem Meer von Kolpingbannern bei Bezirks- oder Diözesantreffen hat noch immer bei jedem der Teilnehmer einen starken Eindruck hinterlassen.
Daneben standen und stehen noch heute eine stattliche Anzahl von Referaten, Film- und Diaabenden, Podiumsdiskussionen und vieles mehr im Jahresprogramm, wobei von Vorteil ist, dass die Kolpingfamilie nicht auf einen bestimmten Themenkreis fixiert ist, sondern ein schier unerschöpfliches Reservoir an Themen und Gestaltungsmöglichkeiten zur Auswahl hat: Religion, Sport und Spiel, Berufswelt, Kultur, Glauben, Musik, Moral und Ethik, Politik, Pflege von Tradition und Brauchtum, Durchführung von oder Mitwirkung an Hilfsprojekten etc.
Typisch für die Kolpingfamilie bleibt dabei das generationsübergreifende Engagement, das Miteinander zwischen jung und alt.

Jährlich wiederkehrende Termine

Veranstaltungen, die seit Gründung des Vereins auf der Tagesordnung stehen, sind neben den jährlichen Jahreshauptversammlungen die Kolpinggedenktage in der Adventszeit mit Messe und angeschlossenem gemeinsamen Mahl im Vereinslokal. Diese Treffen orientierten sich am Todestag Adolph Kolpings und wurde immer am darauffolgenden Sonntag abgehalten. Viele Jahre begann die Feier mit dem Hochamt und setze sich nach einem Zug zum Vereinslokal angeführt vom Banner mit einem gemeinsamen Mittagessen fort. In den letzten Jahren fand die Veranstaltung ihren Platz am Samstag, beginnend mit der Vorabendmesse und fortgesetzt durch einen gemütlichem Abend in der Mehrzweckhalle.
Über viele Jahre gehörte ein Winterball ebenfalls zum festen Repertoire, der, begleitet von Tanzmusik, Sketchen und einer Tombola, allen Einwohnern des Ortes Unterhaltung bot. Mit der Zeit entwickelte sich aus dem Winterball ein Faschingskappenball, der mittlerweile in die große Faschingssitzung Anzefahrer Vereine aufgegangen ist.
Wie bei der Faschingssitzung haben sich die Vereine unseres Ortes darauf verständigt, grössere Festveranstaltungen wechselseitig auszurichten. Zu nennen sind die Vatertagsfeste und das Kirch-weihfest, das in jedem vierten Jahr von der Kolpingfamilie gestaltet wird. Während die Vatertagsfeste nicht mehr stattfinden, hat die Kirmes seit 1976 einen grösseren Rahmen bekommen als in den Vorjahren. Durch die Vorverlagerung des Termins nach der Neueinweihung der Kirche und durch den Bau der Mehrzweckhalle hat der Verein die Alternative entweder eine Zeltkirmes auszurichten oder die Mehrzweckhalle zu nutzen. Von beiden Varianten konnte die Kolpingfamilie Gebrauch machen und die Kirchweihfeste zur Zufriedenheit aller ausrichten, wobei die erzielten Erlöse Spielraum für neue Vereinsaktivitäten schufen.

Referate und Diavorträge

Die Vorträge, die seit der Gründung fester Bestandteil des Vereinslebens sind, haben sich in ihren Themen kaum geändert. Eine kurze willkürliche Aneinanderreihung solcher Veranstaltungen zeigt einen nicht repräsentativen Ausschnitt, welchen Fragen sich Anzefahrer Kolpingschwestern und -brüder im Laufe einer 50-jährigen Vereinsgeschichte stellten:
29.04.1954: Referat des Präses Pfr. Henkel: "Der 1.Mai als Tag der Arbeit im christlichen Sinne" -Es streift die Geschichte von der Einführung im dritten Reich bis zur Bedeutung des 1. Mais in unserer Zeit als Gewerkschaftsveranstaltung
08.01.1958: Referat des Präses Pfr. Fangohr: "Kirche hinter dem eisernen Vorhang" ; dass es eine Zeit gab, in der dieses Thema aktuell war, lässt sich heute -10 Jahre nach dem Ende des Ostblocks- nur schwer nachvollziehen.
18.03.1963: Lichtbildervortrag von Herrn Lehrer Stöber: "Fahrt zu den Soldatenfriedhöfen in Frankreich" ; trotz aller Mahnungen haben die Menschen keine Lehren aus den Weltkriegen gezogen, Kriege finden nach wie vor statt, obwohl ihnen die Medien aktuellste Bilder frei Haus liefern.
25.01.1968: Vortrag von Herrn Max Kastell: "Wie spare ich Lohnsteuer?" ; der Beitrag wäre unter gleicher Überschrift aktuell und wiederholbar.
10.01.1973: Vortrag von Herrn Dr. Kamm (Dipl.Chemiker): "Rauschgift und seine Folgen" ; ... im Jahr 2008 noch immer am Frankfurter Hauptbahnhof zu besichtigen.
09.03.1978: Referat des Präses Pfr. Hummel: "Fastenzeit: Zeit der Besinnung und der Hoffnung" ; Was ist der Sinn von Fasten? Die Frage kann man sich jederzeit stellen, wobei sich die Bedeutung im Laufe der Geschichte gewandelt hat. Für eine Mangelwirtschaft stellt sich die Frage anders als in einer Überflussgesellschaft.
23.01.1986: Mehrteiliges Referat von Herrn Prof. Paul Koch: "Vererbungslehre" ; ein immer aktueller Beitrag, besonders an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend, wo die Gentechnologie dem Wissenschaftler Schlüssel in die Hand legt, mit denen er vererbbare Merkmale manipulieren kann.
31.01.91: Referat von Pater Dietmar: "Katholische Soziallehre" ; es steht unter dem allzeit richtigen Leitspruch aus dem neuen Testament: "Ich bin nicht gekommen um bedient zu werden, sondern um zu dienen". Ähnlich formulierte Kennedy: "Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst."
10.03.1994: Referat des Präses Pfr. Wittek: "Kirchenrecht" ; Fragen zum kirchlichen Gesetzbuch und seiner Novellierungen
04.11.1999: Referat von Herrn Ruffert: "Wie informieren unsere Medien?" ; ein immer aktuelles Diskussionsforum, das mit steigender Informationsüberflutung und -manipulation an Bedeutung gewinnt.
15.02.2001: Referat von Herrn Dr. Pohlmann: "Die Zukunftschance des Euro`s" Mittlerweile wissen wir was uns der Euro im täglichen Gebrauch bringt. - Leider nicht nur Vorteile -
20.03.2003: Vortrag von Präses Pfr. Wittek: "Die Geschichte der Abtei Fuldas"; Ein Kapitel aus der interessanten Kirchengeschichte unseres Raumes. In der Schlacht bei Lützen (im 30 jährigen Krieg) fiel nicht nur der Schwedenkönig "Gustav Adolf" sondern auch der Abt von Fulda.
20.01.2005: Referat von Kolpingbruder Dieter Kling: "Hartz 4 und seine Auswirkungen". Das Thema ist aktueller denn je. Jährlich steigen die Zahlen der Unterhaltsklagen zu "Hartz 4".
16.03.2006: Referat von Pfr. Markus Vogler: "Das Leben der hl. Elisabeth" Die Diözese Fulda feierte in diesem Jahr das 800. Geburtsjubiläum der hl. Elisabeth.
23.10.2008: Vortrag von Dr. Peterhoff: "Der Georgienkonflikt und seine Auswirkungen auf die EU"
Herr Dr. Peterhoff, ausgewiesener Wirtschaftsexperte für die Volkswirtschaften des ehemaligen Ostblocks hat vielfach Vorträge in Anzefahr gehalten. Er konnte aus einem geografischen Gebiet berichten, der in den letzten 30 Jahren totale Umwälzungen, teilweise verbunden mit kriegerischen Auseinandersetzungen erfahren hat.

Gesellige Veranstaltungen

Gesellige Veranstaltungen, die nicht mehr aus dem Vereinskalender wegzudenken sind, sollen hier nur kurz gestreift werden.
Zu ihnen gehören die Theateraufführungen, Weihnachts- oder Nikolausfeiern, Martinsumzüge mit Brezelverteilung und Martinsgänsen, die Heringsessen, Quizabende zwischen Kolping und Jungkolping, Nachtorientierungsmärsche zwischen Weihnachten und Neujahr, Besuche von Bundesligaspielen, Kegelabende, Spieleabende, Besuche von Musicals und vieles mehr.
Von der technischen Entwicklung eingeholt wurden die einst beliebten Filmvorführungen. Wegen geringen Zuspruchs, bedingt durch eine breite Auswahl an Fernsehsendungen und den Gebrauch des Videorecorders, sind sie aus den Veranstaltungskalendern der letzten Jahre gänzlich verschwunden. Flops waren allerdings auch die Karaoke-Veranstaltungen der letzten drei Jahre.

Mehrtages-Fahrten

In den letzten 18 Jahren hat die Kolpingfamilie Anzefahr jedes Jahr eine Fahrt durchgeführt, die über mehrere Tage ging. Die nächste Fahrt wird eine ganz besondere werden: sie führt uns nach Slowenien, zu unserer Partner-Kolpingfamilie "Elia" in Mislinij, einem Ortsteil der Gemeinde Sentil. Im Rahmen dieser Fahrt möchten wir unsere Partnerschaft in einer feierlichen Zermonie bekunden.

Veranstaltungen des Bezirks Oberhessen

Außer den jährlich stattfindenden Bezirkstagen der Kolpingfamilien Oberhessens und der Teilhabe an Stiftungsfesten benachbarter Kolpingfamilien, gibt es zwei weitere Veranstaltungen im Terminkalender, die jedes Jahr wahrgenommen werden bzw. wurden.
Es waren die Wallfahrten zur Forstkapelle, die über viele Jahre am "Tag der deutschen Einheit" abgehalten wurden und die Wallfahrten zur Lindau-Kapelle in der "Magdalenen-Oktav".

Sammel-Aktionen

Immer wieder hat es Geld-Sammlungen oder andere Aktionen gegeben, deren Erlösen einem guten Zweck dienten.
So sammelten Anzefahrer Kolpingsöhne für die Opfer der Flutkatastrophe im Februar 1962 und für den Wiederaufbau der Menonitenkirche in Köln, die Ende der 50er Jahre, viele Jahre nach Ende des 2.Weltkriegs noch immer in Schutt und Asche lag.
Den Erlös eines Tanzabends mit Sketchen und Tombola am 10.05.1959 stellte die Kolpingfamilie zur Renovierung der Kirchenorgel bereit, für den Umbau der Kirche im Jahr 1976 wurde ein Teil des Kassenbestands geopfert.
Eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung ist die vom Diözesanverband durchgeführte Altkleidersammlung, deren Erlös dem Kolpingwerk Brasiliens zufließt.
Mit dem Verkauf von Ostereiern am Palmsonntag durch die Kolpingjugend hat sich eine Aktion etabliert, deren Erlös mildtätigen Zwecken zufließt.
Nicht unerwähnt soll die Stiftung einer Friedhofsglocke bleiben, zu deren Beschaffung die Theatergruppe maßgeblich beigetragen hat.
Im Jahr 2000 ließ die Kolpingfamilie zwei Bildstöcke renovieren, eine Tombola erbrachte 3000,- DM für Brasilien. Aus den Erlösen der Theatergruppe wurden Gewänder für die Erstkommunion-Kinder angeschaft und vieles mehr.

Gruppierungen innerhalb der Kolpingfamilie

Schon im ersten Jahr hatten sich eine Gesangs- und eine Theatergruppe gebildet, so dass es schon innerhalb des gleichen Jahrs zu ersten Aufführungen der Theater- und Darbietungen der Singgruppe kam. Während die Gesangsgruppe in der Zwischenzeit nicht mehr existent ist, hat sich nach Jahren der Ruhe wieder eine Theatergruppe zusammengefunden, die durch ihre Aufführungen große Begeisterung im Ort geweckt hat.
Ähnliches ist von der Gruppe Jungkolping zu vermelden: Schon früh in der Vereinsgeschichte gab es die Versuche eine Jungkolpinggruppe in der Kolpingfamilie zu etablieren. Meist hatten diese Gruppen einige Jahre Bestand und waren danach wieder in der Versenkung verschwunden, d.h.mangels Nach-wuchs im Verein aufgegangen. Seit dem 29.02.1996 besteht die Gruppe "Jungkolping" die sich bei vielen Veranstaltungen sehr engagiert zeigt. Allerdings ist das Engagement in den letzten Jahren etwas zurückgegangen.

Selbstverständlich ist die Kolpingfamilie immer bemüht gewesen, auch über den eigenen Tellerrand zu blicken. Die Teilnahme an Veranstaltungen des nationalen- und internationalen Kolpingwerks, das Engagement von Mitgliedern in kirchlichen Gremien, politischen Parteien und beruflichen Verbänden sowie die Mitwirkung bei Gemeinschaftsveranstaltungen der im Ort tätigen Vereine beweist dies eindrucksvoll. Auch beim Bau und der Ausgestaltung von Mehrzweckhalle, Pfarrheim und Grillstation (von "Grill-Hütte" kann man nicht mehr sprechen), die heute als Veranstaltungslokalitäten genutzt werden, haben Kolpingschwestern und -brüder mitgewirkt. Wie sagte doch Adolph Kolping: "Schön reden tut`s nicht, die Tat ziert den Mann."

Adolph Kolping wurde am 27.Oktober 1991 in Rom selig gesprochen.
In einer Dankesandacht am 20.10.1991 ging unser Präses während der Festpredigt auf Leben und Werk Adolf Kolpings ein und thematisierte die Frage, weshalb man einzelne Personen besonders hervorgehoben und heiliggesprochen hat. Sie sollen Leitbilder sein, an denen andere ihr Leben ausrichten können und sollen.
Die Rom-Pilgerfahrer unter dem Banner der Kolpingfamilie Anzefahr waren auf dem Petersplatz in Rom, vor der gewaltigen Kulisse des Petersdoms, Zeugen der Seligsprechung Adolph Kolpings.
Kardinal Meisner sagte: "Das Jahr 1991 wurde zu einem historischen und geschichtlichen Ereignis für das Kolpingwerk und aller Kolpingfamilien in über 40 Ländern der Erde.
Die Kolpingfamilien haben einen Seligen, den sie alle Tage, ja zu jeder Zeit anrufen können. Dies sollte um so mehr Ansporn für unsere Priester sein, in der Kolpingfamilie zu wirken."
Zum Schluss der Seligsprechung richtete der Papst folgenden Aufruf an die Teilnehmer der Pilgerfahrt: "Euch, liebe Kolpingbrüder und -schwestern, ist das Erbe Adolph Kolpings anvertraut. Gebt es weiter an die kommenden Generationen"

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